Genua ist die Hauptstadt Liguriens und auch eine der wichtigsten Küstenstädte Italiens, in der ca. 611.000 Einwohner leben. Der Hafen der Stadt zählt zu den wichtigsten im europäischen Mittelmeerraum und wurde schon während der Frühzeit und Antike als Seehafen genutzt. Ein griechischer Friedhof aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. bezeugt, dass über den Handelshafen auch Sitten anderer Kulturen, wie zum Beispiel der Griechen, in das Gebiet vorgedrungen waren. Ca. 2 Jahrhunderte später nutzten die Römer Genua als ihr Hauptquartier im Kampf gegen die Ligurier.
Genau wie viele andere italienische Kommunen, wurde auch Genua während des Mittelalters von den Unstimmigkeiten zwischen Fürsten und Baronen geprägt. 1797 wurde die Adelsrepublik Genua gebildet, die jedoch schon nach 8 Jahren in das französische Kaiserreich eingegliedert wurde. Später wurde durch eine Geheimklausel im Vertrag von Paris festgelegt, dass Genua dem Herrschaftsgebiet des Königs von Sardinien angehören sollte, was zu jahrelangen Aufständen führte.
Zu den wichtigsten Persönlichkeiten der Stadt zählen der weltberühmte Amerika-Entdecker Christoph Kolumbus, Papst Benedikt XV. oder Michelangelo Rossi. Obwohl die Meinungen über diese Stadt nicht verschiedener sein könnten: "Die Stadt ist hässlich über alle Maßen"(laut Heinrich Heine) und Wagners Eindruck, der Genua als "unbeschreiblich schön, prächtig, charakteristisch“ beschreibt, wird jeder Tourist von der Einzigartigkeit der größten Altstadt Europas, dem 117 m hohen Leuchtturm oder dem Palazzi dei Rolli, einem UNESCO-Weltkulturerbe, beeindruckt sein.